Kinderkrippen

"Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in einer Krippe liegen." LUKAS 2,1 - 20

Wie man hier sehen kann ist schon in der biblischen Weihnachtsgeschichte von einer Kinderkrippe die Rede. Ok, zwar von von einer Futterkrippe mit Kind, aber man könnte es dann als Kinderkrippe auslegen.

Derzeit gibt es bei uns die Diskussion um den Ausbau der Krippenplätze für Kinder unter 3 Jahren. Es gibt kaum eine Gruppe, die sich nicht an der Diskussion beteiligt. Der katholische Bischof Mixa, der die Gefahr der Degradierung der Frauen als "Gebärmaschinen" sieht, Kurt Beck (SPD-Vorsitzender) der Mixa postwendend als "kastrierten Kater" bezeichnet oder nun auch die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, die Mixa (auch Militärbischof) jegliche Fachkompetenz in dem Bereich der Beziehung abspricht.

Alles fing mit einem Vorstoß von Frau Ursula van der Leyen an, (Familienministerin, CDU) die bis 2012 für jedes dritte Kind (750.000) einen Krippenplatz schaffen möchte. Schön und gut. Das ist seit neuestem beschlossene Sache, doch wie man es finanziert ist noch völlig unklar... typisch für die derzeitige Regierung.

Nebenbei entfachte die Diskuussion auch noch einen Streit zwischen neuen und alten BUndesländern, da es in den Ländern der ehemaligen DDR eine sehr viel besser Abdeckung von Kinderkrippen gibt.

Für mich auch symbolträchtig ist die Widersprüchlichkeit mit der sogar Parteikollegen von Frau van der Leyen argumentieren. 750.000 mag vielleicht nach viel aussehen, ist es aber nicht. Auch dann wird es Regionen in Deutschland geben, die in Sachen Kinderbetreuung völlig unterversorgt sind. 12% aller Kinder unter drei Jahre gehen derzeit in eine Kita oder zu einer Tagesmutter. In dem gleichen Bereich bewegt sich auch der Anteil junger Mütter die arbeiten gehen. Doch CDU-Fraktionschef Volker Kauder möchte solche Tatsachen nicht wahrhaben. Er hat regelrecht Angst davor Frauen in den Berufen zu sehen wenn er davon spricht, dass man es nicht übertreiben solle um die Familie, in der die Frau die Kinder hütet und der Mann das Geld hereinbringt, nicht als altmodisch erscheinen zu lassen. Aber der größte Humbug kommt noch: Kauder spricht davon den Eltern überhaupt die WAHLMÖGLICHKEIT zwischen Kita und Heimerziehung zu geben und hre Kinder nicht sofort in die Kita zu drängen... Sorry Herr Kauder, das war ein griff ins Klo, diese Einschätzung ist an Schizophrenie nicht mehr zu übertreffen!

Ich persönlich denke, dass es sinnvoll ist, das Betreuungsprogramm für Kinder auszubauen, wenn man die Möglichkeiten richtig auslotet. Denn nur dann kann man jungen Frauen auch den Einstieg in die Karriere mit KIND ermöglichen. Nur sollte die Finanzierung gesichert sein und nicht alles mit Schulden bezahlt werden!

Denn die Kinder, die heute und morgen mit Unterstützung von staatlichen Mitteln in die Welt gesetzt werden, haben nichts davon, wenn sie auf einem Schuldenberg von über 2 Billionen Euro sitzen!

 

Ein demokratischer Gruß!

verwandter Artikel: http://www.n-tv.de/788630.html

Stetter am 10.4.07 09:59

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